Aus Frater wird Pater – Jakobus Sieberer-Kefer zum Diakon geweiht
Am 29. Jänner 2026 weihte Diözesanbischof Manfred Scheuer unseren Mitbruder Jakobus in der sehr gut gefüllten Stiftskirche Kremsmünster zum Diakon.
Viele Menschen aus Nah und Fern machten sich am Abend des 29. Jänner 2026 auf den Weg nach Kremsmünster, um bei der Weihe von fr. Jakobus Sieberer-Kefer zum Diakon dabei zu sein. So feierten mit ihm seine Mutter, Geschwister und Verwandte, Freunde und Weggefährten aus Beruf und Studium sowie zahlreiche Mitbrüder die festliche Liturgie, der Bischof Manfred Scheuer vorstand.

In der persönlich gehaltenen Predigt ging der Bischof auf die Lebensgeschichte unseres Mitbruders ein. Der Weg zum geistlichen Amt sei für ihn „keine Gerade einer Autobahn“ gewesen, die verschiedenen Stationen als Bauspengler, Wasserleitungsinstallateur und Krankenpfleger aber zu „Bausteinen der Berufung“ und „Nährboden der Seelsorge“ geworden. In ihnen gehe es ums Bauen wie bei Jesus, der selbst einen ähnlichen Beruf gehabt habe, um das lebensspendende Wasser sowie um Gesundheit und Heilung, was ihn in den Aufgaben im Kloster nun begleite. Die Verkündigung – gerade des Evangeliums – und die Liturgie gehörten zum Kern seiner Berufung als Ordensmann und auch zum Diakon. Als solcher, so der Bischof weiter, sei fr. Jakobus gerufen, Licht für andere Menschen zu sein als einer, der sich von Gott geliebt weiß. Dabei verstehe er die Diakonie als ein „sich Gesellen zum Menschen in all seinen Situationen“, als ein „Nachgehen und Nachwandern in die äußersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten“ besonders der Verwundbaren. Um das zu schaffen, brauche es eine „innere Widerstandskraft, um nicht von Wind, Zeitgeist und Krisen umgeweht zu werden“ sowie eine „menschenwürdige Ordnung“, wie sie in der Regel des heiligen Benedikt mit ihrem Fokus auf das Wort Gottes, auf Liturgie, Gemeinschaft und Gebet zu finden sei. So gehöre es zur Diakonie auch, „Menschen in den gute ordo (Ordnung) des Glaubens mitzunehmen“. Am Ende gab Bischof Manfred den Zuhörenden ein Wort von Viktor Frankl mit, das ihm für Nachfolge und Berufung sehr wichtig scheine: Dass es nämlich nicht darauf ankäme, was wir vom Leben zu erwarten hätten, sondern, was das Leben von uns erwarte, was ich an Hoffnung zu geben vermag.

Auf die Homilie folgte die eigentliche Weihehandlung, in der fr. Jakobus auf die Fragen des Bischofs laut und deutlich sein „Ich bin bereit“ sprach – vor allem, wie es in der letzten Frage heißt, mit Gottes Hilfe bereit zu sein, das eigene Leben nach dem Bild und Beispiel Christi zu gestalten. Die Handauflegung des Bischofs und das folgende Weihegebet mit seinen ausdrucksstarken Bildern bildeten den Kern der Feier; hier wurde aus Frater Jakobus der Diakon Pater Jakobus, dem zum Zeichen seines neuen Amtes die Stola und die Dalmatik angelegt und das Evangeliar übergeben wurden. Ab da hatte der neugeweihte P. Jakobus seinen Platz rechts neben dem Bischof und übernahm alle Aufgaben des Diakons in der Liturgie.
Als das Schlussgebet gesprochen war, hielt der strahlende P. Jakobus seine Dankesworte, an Gott, an den Bischof, die Mitbrüder, an seinen früheren Pfarrer in Grünau im Almtal P. Hubert – ohne den er, wie er sagte, wohl nicht hier stehe –, an die Familie und alle, die gekommen waren; ein kräftiger Applaus dafür sprach allen aus dem Herzen. Diese beschwingte Freude wurde kurz getrübt, als Bischof Manfred vor dem Segen berichtete, dass es Altbischof Maximilian sehr schlecht gehe, er sich nun aufs Sterben vorbereite und er, Bischof Manfred, daher um das Gebet für Bischof Maximilian bitte – ein deutlich hörbares Raunen und Weh ging dabei durch die Kirche.
Nach Segen und Auszug setzte sich die Feier mit einer großen Agape im Kaisersaaltrakt fort, zu der noch viele lange blieben und auf unseren neuen Diakon anstießen.
Ganz herzlich gratulieren wir P. Jakobus zur Weihe und wünschen Ihm für seinen neuen Dienst Gottes reichen Segen!
Hinweis: Die Liturgie kann auf YouTube in voller Länge HIER nachgesehen werden.
P. Anselm Demattio OSB
Fotos: Plamberger Fotografie