adventkranz mit roten kerzen, eine brennt
25. November 2021

"Adventkranz to go"

Wir beginnen den Advent, eine Zeit mit beliebten Zeichen und Symbolen. Zu ihnen gehört sicher der Adventskranz.

Einen „Adventkranz to go“ habe ich immer dabei: meine Finger und der Daumen sind mein digitales „Advent-24.com“ für die vier Adventssonntage und Weihnachten – und weit darüber hinaus.

Finger 1 by peter weidemann pfarrbriefservice

1. Advent: der kleine Finger

An Weihnachten feiern wir, dass Gott ganz klein geworden ist, um zu uns zu kommen. Er ging den Weg, den jedes Menschenkind geht. Wenn wir uns ehrlich vor Gott stellen, dann spüren wir es auch, wie klein und fehlerhaft wir sind. Das will uns nicht noch kleiner machen, sondern empfangsbereiter für das, was Gott uns bringen und schenken will.

Darum ist der Advent eine Zeit der Hinkehr zu dem, was lebendig und hoffnungsfroh macht.

2. Advent: der Ringfinger

Der Ring erinnert an versprochene Liebe und Treue. Der Advent erinnert uns an Gottes Liebe zu uns Menschen. Sie ist so groß, dass er seinen Sohn Mensch werden lässt und in seiner Treue alle Risiken in Kauf nimmt, sogar den Tod seines Sohnes.

Weil der Advent uns daran erinnert, ist er auch die Zeit, an Menschen in Not zu denken. Sie sollen auch durch uns Gottes schenkende Liebe spüren.

3. Advent: der Mittelfinger

Der Mittelfinger ist der größte und längste. Er kann uns daran erinnern, dass Gott uns „groß gemacht“ hat: geschaffen „nach seinem Bild“. Und durch Jesus sind wir auch noch Schwestern und Brüder des Gottessohnes geworden. Der 3. Adventssonntag heißt auch „Gaudete“ („Freuet euch!“). Wir dürfen uns freuen, dass Gott so nahe ist.

Freude und Vorfreude, nicht Stress und Hektik sollen uns jetzt prägen.

4. Advent: der Zeigefinger

Der Zeigefinger ist fortwährend im Einsatz: Auf so vieles ist hinzuweisen! Mit seiner Hilfe zeigen wir einander Schönes und Seltenes, auf Touch-Screens ist er dauernd in Aktion.

Vielleicht kennen sie das Bild von Mathias Grünewald: Da steht Johannes der Täufer und zeigt mit einem überlangen Zeigefinger auf Jesus. Bei allen geliebten und ungeliebten Vorbereitungen auf Weihnachten soll unser Blick vor allem diesem Finger folgen und dem Ruf des Johannes: „Bereitet den Weg des HERRN!“

Weihnachten: der Daumen

Bleibt der Daumen. Ohne ihn könnten wir nur schwer etwas greifen. Nicht um das Greifen nach den Weihnachtsgeschenken geht es. Weihnachten ist mehr: Das Fest macht uns Gottes Liebe begreiflich. Er wird Mensch, anfassbar, mitfühlend, mitleidend, aufhelfend, zupackend. Gott will uns durch Weihnachten ermuntern, nach seiner Hand zu greifen, die er uns entgegenstreckt.

Im Smartphone-Zeitalter hat der Daumen noch eine ganz neue Funktion bekommen: Jugendliche schreiben in rasantem Tempo Kurznachrichten mit ihren Daumen.

Weihnachten ist DIE gute Nachricht. Die soll und muss geteilt werden. Die muss Freunde finden in aller Welt! „Siehe, ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“, sagt der Weihnachtsengel.

Die Aussage als Kurznachricht:

Der kleine Finger: Wir sind klein vor Gott, und er macht sich für uns klein.
Der Ringfinger: Gott ist treu, und wir wollen ihn und die Mitmenschen lieben.
Der Mittelfinger: Als Gotteskinder sind wir groß, und wenn wir lieben, tun wir das Größte, was es gibt.
Der Zeigefinger: Wir zeigen einander, wie nahe Gott ist, wo und wie Gott wirkt.
Der Daumen: Wir ergreifen Gottes ausgestreckte Hand, begreifen seine Liebe und teilen sie.

P. Josef Stelzer

Foto Adventkranz: Florian Neuner, Pfarrbriefservice.de
Foto Finger: Peter Weidemann, Pfarrbriefservice.de

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