
Weiße Fahne am Stiftsgymnasium
Wir gratulieren unseren Maturantinnen und Maturanten und wünschen alles Gute und Gottes Segen für den weiteren Lebensweg.
Groß war die Freude der ganzen Schulgemeinschaft über die Maturantinnen und Maturanten des Jahrgangs 2026 beim traditionellen „Valet“, dem krönenden Abschluss der Reifeprüfung am Stiftsgymnasium.
Nach den erfolgreichen Präsentationen ihrer Abschließenden Arbeiten im April und den schriftlichen Klausurprüfungen, die Anfang Mai stattgefunden hatten, legten die jungen Damen und Herren der 8. Klassen von 8. bis 11. Juni unter dem Vorsitz von Direktor Klemens Keplinger ihre mündlichen Reifeprüfungen im stilvollen Ambiente des Apostelzimmers des Stifts ab. Besonders erfreulich waren die ausgezeichneten Leistungen: Alle 31 Kandidatinnen und Kandidaten bestanden, 11 sogar mit ausgezeichnetem Erfolg, 8 mit gutem Erfolg.
Die Feierlichkeiten am Freitag, 12. Juni begannen mit einer Eucharistiefeier in der Stiftskirche, die Abt Bernhard Eckerstorfer zelebrierte, der zu den heurigen Maturaklassen eine besondere Beziehung hat, hatte er sie doch in der Unterstufe noch selbst in Religion unterrichtet. Es war ein berührender Gottesdienst, bei dem die Dankbarkeit für acht prägende Jahre am Stiftsgymnasium sowohl von Seiten der Absolventinnen und Absolventen als auch ihrer Eltern sowie den Professorinnen und Professoren deutlich zum Ausdruck kam, da zur Gestaltung alle etwas beitrugen, sei es als Lektor/Lektorin oder musikalisch – das vom Chor der Maturaklassen gesungene Eingangs- und Schlusslied klang noch lange nach.
Vor der Stiftskirche erwartete bereits die gesamte Schulgemeinschaft die Maturantinnen und Maturanten, um ihnen „valete“ (lateinisch: lebt wohl!) zu sagen. Unter den Klängen der Marktmusikkapelle Kremsmünster zogen sie bei grauem Himmel, aber in überaus heiterer Stimmung mit Zylinder und weißer Nelke, die ihnen der Direktor beim Auszug aus der Kirche überreicht hatte, in den Prälatenhof ein. Rhetorisch gewandt gab ihnen Schulsprecher David Guggenberger verabschiedende Worte und Wünsche mit auf den Weg. Namens des Maturjahrgangs 2026 zogen Maria Sonnleitner und Florian Steinbichler eine humorvolle, sehr positive und dankbare Bilanz ihrer Gymnasialzeit. Danach überreichten ihnen die Schülerinnen und Schüler der 1. Klassen ihre persönlichen Wünsche für die Zukunft. Und als dann die letzten Töne des gemeinsam gesungenen „Gaudeamus“ verklungen waren, war es so weit: Die Maturantinnen und Maturanten schleuderten ihre Zylinder hoch in die Luft und zogen schließlich unter großem Applaus durch das Brückentor symbolisch hinaus in die Welt. Die Freude und der Stolz waren allen ins Gesicht geschrieben. Besonders freute sich heuer auch Bürgermeisterin Dr. Dagmar Fetz-Lugmayr, deren Sohn Valentin erfolgreich maturiert hatte.
Der anschließende Festakt im Kaiseraal war ebenso würdig und stimmungsvoll. Die Reden des Direktors und der Klassenvorständinnen Prof. Eva Höller und Prof. Martina Kirchschläger-Mayrhuber wurden musikalisch von Marie-Sophie Hitzenberger und Marie Steinwendner schwungvoll vierhändig am Klavier umrahmt. Aus der Hand von Direktor Klemens Keplinger erhielten alle ihr Reifeprüfungszeugnis sowie von Abt Bernhard, Elternvereinsobmann Dr. Gerald Pruckner und ihren Klassenvorständinnen jeweils ein Geschenk. Auch ins Goldene Buch des Stiftsgymnasiums durften sie sich zum ersten Mal eintragen. Beendet wurde der Festakt schließlich mit der Landes- und Bundeshymne.
Es folgten der Sektempfang im Fischkalter auf Einladung des Stifts sowie die traditionelle Ehrenrunde auf einem Traktoranhänger durch den Markt, in deren Verlauf die jungen Damen und Herren an mehreren Stationen empfangen und gefeiert wurden. Die Stimmung war bestens, sodass sie erst mit einiger Verspätung im Landhotel Schicklberg eintrafen, wo der Festtag mit einem gemeinsamen Essen einen würdigen Abschluss fand.
Klemens Keplinger