Treffpunkt Benedikt im Heiligen Land!
Erfüllende und stärkende Pilgertage liegen hinter einer Gruppe von 26 jungen Leuten vom Treffpunkt Benedikt, die in Begleitung von Abt Bernhard Eckerstorfer im Heiligen Land unterwegs war. Dort, wo das Evangelium nicht nur gelesen, sondern gleichsam „betreten“ werden kann.
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Dieser Bibelvers aus dem Johannesevangelium war der tragende Grundton der Pilgerreise, die von 14.-22. Februar 2026 stattgefunden hat. „Was wir suchten und fanden, war nicht nur das „Sehen“ heiliger Stätten, sondern ein neues Erleben und Hören auf Gottes Wort, auf das Evangelium und auf das eigene Herz“, so die jungen Leute.
Schon die Ankunft von Tel Aviv aus in Jerusalem führte mitten hinein in eine Realität, die nicht auszublenden ist: ein Land, das sichtbar von Spannungen geprägt ist. Und doch war genau das für viele ein erster geistlicher Impuls. Gott ist nicht in einer heilen Welt zu finden. Er ist besonders dort, wo Menschen hoffen, ringen, ausharren und wo Frieden kostbar ist.
Die Tage in der Altstadt, untergebracht im malerischen österreichischen Hospiz, begannen im Rhythmus von Gebet und Gemeinschaft. Ein besonderer Moment war die Feier der Eucharistie mit der katholisch-arabischen Gemeinde in der Franziskanerkirche St. Salvator. Die mehrmaligen Besuche der Grabeskirche schärften den Blick auf das Wesentliche: Nicht der Glanz trägt den Glauben, sondern das Geheimnis von Kreuz und Auferstehung.

Sehr eindrücklich war am Berg Zion auch die Begegnung mit dem benediktinischen Leben in der Abtei Dormitio und die Besichtigung des Abendmahlssaales – dort, wo Jesus das letzte Mahl gefeiert und uns die Eucharistie geschenkt hat. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Bethlehem. In der Geburtskirche zu verweilen, hat das Weihnachtsgeheimnis neu zum Leuchten gebracht.
Beeindruckende Momente waren auch der Blick auf den Tempelberg bis zu den Kirchen am Ölberg, das Schlendern durch den Basar und Momente, in denen man einfach nur staunen und beten konnte. Dass in diese Zeit auch der Aschermittwoch fiel und zugleich der Ramadan der Muslime begann, gab der Pilgerreise eine zusätzliche Tiefe.
Nach intensiven Tagen in Jerusalem ging es in Richtung Galiläa. Über Nazareth, mit der Verkündigung als stiller Mitte, führte der Weg weiter zu den Benediktinern nach Tabgha. Dort, am paradiesischen See Genezareth, waren Gebet, innere Ausrichtung und Gemeinschaft besonders wohltuend. Der Gang nach Kafarnaum, wo Jesus lange wohnte, und auf den Berg der Seligpreisungen wurde für viele zu einem inneren Nachklingen der Worte Jesu. Ein eigener Akzent war der Einkehrtag in Stille: ohne viel Programm, ohne Ablenkung, nur mit dem See und dem Wort Gottes.
Die jungen Leute kehrten dankbar zurück – reich an Eindrücken, aber noch mehr an innerer Stärkung. Mit neuer Freude am Evangelium, mit der Bitte um Frieden und mit dem Wunsch, das, was Gott in diesen Tagen begonnen und gesät hat, in den Alltag mitzunehmen. Denn Pilgern endet nicht mit der Rückreise.