21. Juni 2022

Missionspreis für die Pfarre Adlwang

Würdigung für 27 Jahre Unterstützung der Diözese Barreiras im Nordosten Brasiliens. Wir gratulieren und danken!

Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer und die Missionsstelle der Diözese Linz haben am 17. Juni 2022 an sechs Preisträger:innen den Missionspreis der Diözese Linz verliehen. Ausgezeichnet wurde u.a. die Pfarre Adlwang für ihre Unterstützung der Diözese Barreiras. An der Feier nahm neben Pfarrer P. Georg Pfeil und Vertreter:innen der Pfarre Adlwang auch Abt Ambros Ebhart und Frater Christian Mayr, langjähriger Missionar in Barreiras, teil.

Der Missionspreis der Missionsstelle der Diözese Linz ist eine bischöfliche Anerkennung für die aus Oberösterreich ausgehenden Unterstützungen der missionarischen Tätigkeiten. Die Preisträger:innen erhielten ein Preisgeld in der Höhe von € 1.500, das wieder in ein Projekt einfließen soll. Außerdem wurde ihnen eine Tonskulptur des Künstlerehepaares Bruno und Elisabeth Lipp aus Alkoven überreicht. Diese stellt einen Schutzengel dar, der auf seinem Mantel eine vergoldete Erdkugel trägt. Die Bedeutung dahinter: Die Erde ist sehr wertvoll und wird durch das Engagement der Menschen vergoldet.

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Am 12. Februar 1995 beschloss der Pfarrgemeinderat der Pfarre Adlwang, jeweils an einem Sonntag in jedem Monat die Kirchensammlung für die Diözese Barreiras im armen Nordosten Brasiliens zu widmen. Die erste Sammlung fand schon im darauffolgenden Monat März 1995 statt.

Bischof Richard besuchte bei seinen Heimataufenthalten stets diese Pfarre, dankte für die Unterstützung, berichtete von seinem Einsatz und feierte mit den Gläubigen die heilige Messe. Selbst nach seinem überraschenden Tod im Jahr 2010 setzten die Adlwanger ihre monatliche Sammlung ohne Unterbrechung fort. Nun sind es schon 27 Jahre treuer Solidarität mit den Armen Brasiliens und ihren verschiedensten pastoralen Notwendigkeiten. In den letzten 13 Jahren (seit 2009) wurden über € 88.000.- überwiesen! Dies hat Abt Ambros veranlasst, die Pfarre Adlwang für den Missionspreis der Diözese Linz 2022 zu nennen.

Die Diözese Barreiras finanziert mit diesen Spenden Kindergärten, Straßenkinderprojekte, Autokauf, Renovierungen, Kirchenbau, Mitarbeiter, Covid-Nothilfe, Erweiterung des Bildungshauses, Bau des Gedenkzentrums für Dom Ricardo mit Räumen für die Entwicklungsagentur und die Caritas, Altenheim, Gefangenenseelsorge usw.

Mag. Andreas Reumayr, Leiter der Missionsstelle der Diözese Linz, wies in seinen Begrüßungsworten auf das Wirken von 47 Missionar:innen aus Oberösterreich hin, die in verschiedenen Regionen der Welt im Einsatz sind und mit der die Missionsstelle unterstützenden Kontakt hält. Den Preisträger:innen dankte Reumayr für ihr Engagement: „Mit eurem Tun und eurem Euch-Einlassen auf andere bekommen bisher Unbekannte ein Gesicht. Ihre Freuden, Ihre Sorgen und Nöte werden sichtbarer, wie auch Mächte und Strukturen, die sie gefangen halten und sie in ihrer Entwicklung hindern. Danke für euren Einsatz – danke für alle menschlichen Begegnungen.“

Landeshauptmann a.D. Dr. Josef Pühringer, der in Vertretung von Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer zum Festakt gekommen war, gratulierte den Preisträger:innen und betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit ehrenamtliches Engagement zu würdigen: „ … Jeder Missionar, jede Missionarin braucht einen heimatlichen Anker, eine Verbindungsbrücke in die Heimat. Solche ‚Ankerstellen‘ werden heute ausgezeichnet“.

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Bischof Dr. Manfred Scheuer wies auf Papst Franziskus hin, der nicht müde werde, das Profil einer missionarischen Kirche zu zeichnen und zu leben. Die Kirche habe vom Evangelium her den Auftrag, „nicht sich selbst zu genügen, nicht nur um die eigene Selbsterhaltung zu kreisen, sondern aus sich herauszugehen“. Die vielen Formen des Ehrenamtes seien für Christinnen und Christen auch Ausdruck des Glaubens. Der Geist Gottes führe zu einer Gemeinschaft des Miteinanders; Kirche sei „lebendiges Miteinander und ein umfassendes Beziehungsnetz“, so Scheuer.

„Wie viel Gutes möglich ist, wenn Menschen Gutes tun – mit Kopf, Herz und Hand“

Festredner war Mag. Matthäus Fellinger, seit Mai 2020 ehrenamtlicher Vorsitzender von Welthaus, der entwicklungspolitischen Fachstelle der Diözese Linz.

Die eigentliche Preisverleihung habe sich jedoch längst ereignet, so Fellinger: „Seit vielen Jahren schon, und zwar durch das Wirken und Tun derer, mit denen wir heute beisammen sind, um es zu feiern. Wie in einem Rückspiegel blicken wir in dieser Stunde auf das besondere Tun und Wirken, das Menschen geschafft und gelebt haben. Den Lobpreis Gottes im menschlichen Tun. Wir sind beisammen und vernehmen das Echo dieses Lobpreises, das bei dieser Feier wieder vernehmbar wird.“

siehe ausführlichen Bericht in der Homepage der Diözese Linz:

Missionspreis 2022 – die Preisträger:innen! (dioezese-linz.at)

Missionspreis 2022: Pfarre Adlwang (dioezese-linz.at)

Fotos: (c) Missionsstelle der Diözese Linz

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