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23. März 2026

Dank an Schwester Lydia

Der Festtag des hl. Benedikt stand heuer auch ganz im Zeichen des Dankes an Sr. Lydia, die 52 Jahre lang im Abteisekretariat wirkte.

Zum Hochfest des hl. Benedikt am 21. März ist es eine lange Tradition, dass der Abt aus dem Nachbarkloster Schlierbach dem Festgottesdienst vorsteht. In der Predigt ging Abt Nikolaus Thiel diesmal nicht so sehr auf den hl. Benedikt ein, sondern blickte auf die Leitlinien für ein heiliges Leben. Anhand eines Bilderrahmens arbeitete er vier Rahmenbedingungen heraus.

pdfPredigt von Abt Nikolaus zum Nachlesen

Hochfest hl. Benedikt 2026 03 21 Eucharistie PJS 22 1

Dank an Sr. Lydia

Der Festtag des hl. Benedikt stand heuer auch ganz im Zeichen des Dankes an Sr. Lydia, die 52 Jahre lang segensreich im Abteisekretariat wirkte. Priorin Hanna Jurmann und Mitschwestern aus dem Kloster Steinerkirchen kamen und feierten mit.

Hochfest hl. Benedikt 2026 03 21 Lydia PJS 10 2

Abt Ambros Ebhart dankte Sr. Lydia bei der internen Feier im Refektorium für ihr Wirken über mehr als ein halbes Jahrhundert:

Es sind Worte der Wertschätzung und des Dankes, die ich im Namen von Abt Bernhard und der Klostergemeinschaft aussprechen darf – wohl auch mit einem traurigen Auge – ja fast mit einem weinenden Auge – weil Sr. Lydia uns verlässt und in ihr Heimatkloster des unbefleckten Herzens Mariä in Steinerkirchen an der Traun zurückkehrt.

Am 6. August 1973, dem Patrozinium unserer Stiftskirche, kam Sr. Lydia Süss als neue Abtei-Sekretärin zu uns nach Kremsmünster. Seitdem sind gut 52 Jahre vergangen. Eine gute Zahl an Jahren! Aufgeschlüsselt nach Äbten sind es 9 Jahre Abt Albert, 25 Jahre Abt Oddo, 18 Jahre Abt Ambros und 1 Jahr Abt Bernhard.

Sie ist fast nicht wegzudenken und ich möchte sie beinahe unserem Konvent zurechnen. Sr. Lydia war immer präsent. Das geistliche Leben war Sr. Lydia kostbar und wertvoll. Sie betete, sooft es ging, mit uns Mitbrüdern das Stundengebet, hielt ihre geistlichen Stunden und lebte – trotz allem Trubel im Stift – zurückgezogen. Sr. Lydia lebte „unaufgeregt“ – eine scheinbar jetzt in Mode gekommene Bezeichnung für das Wesen der Benediktiner; das hat Sr. Lydia schon längst gelebt. Ruhig und gelassen beobachtete Sr. Lydia vieles bei Zusammenkünften und bei ihren Spaziergängen – und machte uns Äbte auf manches dezent aufmerksam.

Sr. Lydia war bestens eingearbeitet, hatte den Überblick und wusste Bescheid. Sie hatte ein gutes Gespür für Texte. Mit ihrem Bleistift korrigierte sie manches – so als wolle sie nur „unauffällig“ auf dieses oder jenes hinweisen. Eine besondere Freude hatte Sr. Lydia mit Blumen. Oft fragten Besucher: 'Wer macht denn bei euch die wunderschönen Gestecke in der Abtei?' Ja, es war Sr. Lydias geschickte Hand und ihre Liebe zu den Blumen – die prächtigen wie auch die fast unscheinbaren kleinen.

Sr. Lydia hat das ausgezeichnet, was der Hl. Benedikt DISCRETIO nennt: RB 64,18 die Mutter aller Tugenden. Das ist in diesem Aufgabenbereich eine wertvolle Voraussetzung: Verschwiegenheit, Vertraulichkeit, Unaufdringlichkeit, Rücksichtnahme, Aufrichtigkeit,…  ja vieles mehr könnten wir noch anfügen.

Es bleibt für uns im Namen der Äbte und der Mitbrüder ein herzliches DANKE und ein großes VERGELTS` GOTT zu sagen.

Gott lohne Ihnen allen Dienst und segne ihre Zeit des DA-Seins bei uns im Kloster Kremsmünster.

Ihnen alles Gute, Gottes Segen!