Compassion-Projekt

Seit dem Schuljahr 2013/14 wird an unserer Schule das Compassion-Projekt durchgeführt. Dabei handelt es sich um ein Sozialprojekt, das in der 7. Klasse während des Unterrichts in möglichst vielen Unterrichtsgegenständen mitgetragen wird und am Ende des Schuljahres mit einem eineinhalb Wochen dauernden Sozialpraktikum abschließt.

Die Idee für dieses Projekt kommt aus Deutschland, wo in den 90er Jahren eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz die Bildung sozialer Sensibilität und sozialverpflichteter Handlungen als eine für die Gesellschaft relevante Aufgabe erkannt hat, der sich auch die Schule stellen muss. Mittlerweile wird das Projekt auch in Österreich, vor allem an privaten aber auch an einigen öffentlichen Schulen durchgeführt.

Was kann und soll man beim Compassion-Projekt lernen?

Compassion kommt aus dem Englischen und bedeutet Mitgefühl, Mitleiden, Mitleidenschaft, Mitempfinden. Die Schüler/innen sollen zu Solidarität und mitmenschlichem Handeln erzogen werden. Dazu gehören Solidarität, Kooperation, Kommunikation und Engagement für und mit Menschen, die auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Wie können diese Fähigkeiten erworben, geübt und ausgeübt werden?

Um ethisch verantwortungsvoll zu handeln, bedarf es einerseits der Reflexion, also der gedanklichen Auseinandersetzung, andererseits aber auch der Tätigkeit. Ethische Haltungen beruhen auf Einsicht, Urteil und Entscheidung. Im Unterricht, der informierend, reflektierend und bewertend auf Erfahrungen in den Praktika vorbereitet, sollen die Schüler/innen eine reflektierte Haltung im Sozialen bilden.

In der Praktikumsphase an einer sozialen Einrichtung, die sich jede Schülerin und jeder Schüler selbst aussucht, geht es darum, aktiv tätig zu sein im Dienste anderer, zum Beispiel in einem Altenheim, einer Behinderteneinrichtung, einem Kindergarten, Krankenhaus, Obdachlosenheim oder in ähnlichen Institutionen. Auch in dieser Phase werden die Schüler/innen von der Schule begleitet, indem sie an ihrer Arbeitsstelle besucht und gegebenenfalls unterstützt werden.

Am Ende des Projekts folgt eine gemeinsame Reflexion in der Klasse und eine Abschlusspräsentation im Rahmen des Schulfestes, zu der auch Eltern, Vertreter der sozialen Einrichtungen Lehrer/innen und alle Oberstufenschüler/innen eingeladen sind.