Im historischen Ambiente des Stifts Kremsmünster ist Geschichte allgegenwärtig und so ist der Einstieg in die Beschäftigung mit historischen Themen und Fragen schon mit einem Blick aus dem Klassenraum gegeben.

Ab der zweiten Klasse haben die Schüler/innen der Unterstufe die Möglichkeit, durch das Kennenlernen der Vergangenheit die eigene Gegenwart besser zu verstehen. Der Unterricht beschäftigt sich mit den Grundbereichen von Geschichte wie Macht und Herrschaft, Gesellschaft und Individuum, Wirtschaft, Kultur und Religion. Ziel ist das Gewinnen von Einblicken in verschiedene Epochen.

Moderner Geschichtsunterricht ist geprägt von Methodenvielfalt und spielt sich nicht allein im Klassenzimmer ab. Kloster, Stiftskirche, Sternwarte, Kunstsammlungen, Kaisersaal und nicht zuletzt der Tassilokelch sind Zeugnisse der Vergangenheit, mit deren Hilfe wir bei Lehrausgängen Lerninhalte lebendig vermitteln können. Weitere Fixpunkte im Geschichtsunterricht der Unterstufe sind Exkursionen ins „Urgeschichtliche Freilichtmuseum Mitterkirchen“ in der zweiten Klasse und zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen in der vierten Klasse.

In der Oberstufe steht die Vermittlung eines globalen Geschichtsverständnisses im Mittelpunkt, das die Basis für das Verständnis und Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen ist. Um den Schüler/inne/n demokratische Handlungskompetenz mit auf den Weg zu geben, bedarf es der gezielten Bildung einer soliden Sachkompetenz (Verstehen und Wissen um historische Vorgänge und politisches Wissen), Methodenkompetenz (Anwendung analytischer Instrumente und Verfahren) und einer im Klassenverband erlebten Sozialkompetenz (Gruppenverhalten, Argumentieren eigener Standpunkte, Verantwortungsbewusstsein). Dialog, kontroverse Diskussionen, persönliche Stellungnahmen führen zu Kritikfähigkeit, selbständigem Urteil und letztlich zu politischer Mündigkeit.

In einem Land, das jungen Staatsbürgern das Recht gibt, mit 16 Jahren zu wählen, ist politische Bildung immer relevant. Politische Themen im Unterricht, Diskussionen mit Politikern und Vorträge für unsere Schüler sind zusätzliche Angebote, bei denen wir auch immer wieder gerne auf die Bereitschaft von ehemaligen Schüler/inne/n unseres Gymnasiums zurückgreifen, sich der Diskussion mit Jugendlichen zu stellen und eigene Erfahrungen weiter zu geben.

Interessierte für das Wahlpflichtfach Geschichte, Kurzkurse, Teilnehmer/innen am Europaquiz und Kandidat/inn/en bei der Matura sind für uns zusätzliche Motivation Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung mit Begeisterung zu unterrichten.