Von digital bis analog in der Linzer Kultur

Im Rahmen der BE-ME-Kunstexkursion machten die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen am Freitag, 18. November die Stadt Linz digital und analog unsicher. Einen Überblick über die Verknüpfungsmöglichkeiten von Kunst und digitalen zukunftsweisenden Techniken erhielten sie bei einer Führung im Ars Electronica Center. Nach einer visuellen 4K-Reise durch den menschlichen Körper marschierten sie weiter ins wienerische Metaverse durch die Pforten des OK Linz, schlürften pixeligen Kaffee im digitalen Kaffeehaus und ordneten die Quader in einer Pixelbosna neu, um sich daraufhin in der Ausstellung von Christa Sommerer und Laurent Mignonneau von Fliegen nachzeichnen zu lassen. Bemerkenswert war auch, wie man mittels Berührung von Pflanzen Bilder erschaffen kann – die digitale Welt scheint schier grenzenlos zu sein.

Auch im 2013 eröffneten Musiktheater gelingen die logistisch komplizierten Abläufe nur mittels digitaler Technik. In einer Führung durch die Räumlichkeiten des Opernhauses erfuhren die Achtklässer so einiges über den Kulturbetrieb, das Theater als Arbeitsplatz und über Geschichte und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens – und natürlich viel über Musik. Was am Nachmittag hinter den Kulissen als Arbeit wahrgenommen wurde, konnte am Abend dann aus dem Zuschauerraum als vollendete Musik genossen werden. Man gab die Oper “Rinaldo” von Georg Friedrich Händel, und in der dreistündigen Aufführung, deren Inszenierung auch zeitgenössische Krisen und menschliche Unzulänglichkeiten thematisierte, fand der vielseitige Exkursionstag seinen Abschluss mit Hörgenuss.

Peter Hager, Andrea Schedlberger