
Projektwoche Rom der 8. Klassen
„Omnes viae Romam ducunt.“ („Alle Wege führen nach Rom.“) Auch unser Weg führte uns nun im Rahmen der traditionellen Romreise von 12. bis 19. September 2025 in die Ewige Stadt. In Begleitung unserer Lateinprofessorin und Organisatorin der Reise Barbara Alscher, unseres Religionsprofessors Pater Tassilo Boxleitner und unserer Klassenvorständin Martina Kirchschläger-Mayrhuber nahm die gemeinsame Reise der beiden 8. Klassen am Abend des 12. Septembers ihren Anfang. Mit der Abfahrt des Nachtzuges von Leoben ließen wir das graue, regnerische Österreich zurück. Vor uns lag nicht nur eine abenteuerliche Nachtfahrt in Richtung Rom-Tiburtina, sondern auch das Versprechen auf sonnige Tage im Süden voller gemeinsamer Erlebnisse.
In der darauffolgenden Woche erkundeten wir die zahlreichen Spuren der Antike in und außerhalb von Rom. So besuchten wir in der Innenstadt unter anderem die Ara Pacis, das Forum Romanum, das Kapitol, das Kolosseum, das Pantheon sowie den Circus Maximus. „Historia magistra vitae est“ („Die Geschichte ist Lehrmeisterin des Lebens“), wie Cicero sagte. Besonders in Ostia Antica, wo wir durch die alten Straßen flanierten, wurde uns bewusst, wie nah uns der Alltag der Römer noch heute kommen kann.
Neben besagten Bauwerken besichtigten wir auch die vier Patriarchalbasiliken, St. Peter, San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore sowie St. Paul vor den Mauern. Aber auch Kirchen wie San Clemente, Santa Sabina, San Anselmo, wo wir fern des Großstadttrubels eine Führung bekamen, oder Santa Maria dell‘ Anima, in der wir an einem Gottesdienst teilnehmen durften, waren Teil unseres Programmes.
Insbesondere in der Renaissance und im Barock schufen viele berühmte Künstler in der Ewigen Stadt ihre bekanntesten Arbeiten. So begegneten auch wir den Werken eines Michelangelo, Bernini oder Caravaggio - unter anderem in der Galleria Borghese, wo wir Caravaggios bedeutendes Werk ,,Der Hl. Hieronymus“ mit dem barocken ,,Vanitas-Motiv“ bestaunten. Besonders eindrucksvoll war Berninis ,,Apollo und Daphne“. Hier wurde für uns sichtbar, was wir im Lateinunterricht übersetzt hatten: ,,Vix prece finita torpor gravis occupat artus.“ (,,Kaum war die Bitte ausgesprochen, da befällt schwere Starre ihre Glieder.“). Die Verwandlung Daphnes in den Lorbeerbaum stand so nicht mehr nur auf dem Papier, sondern direkt vor uns in schimmerndem Marmor.
Mit unzähligen bleibenden Eindrücken, aber auch müde von der römischen Hitze machten wir uns am Abend des 18. Septembers wieder auf den Heimweg. Nach einer erlebnisreichen Woche mussten wir uns von der ,,urbs aeterna“ wieder verabschieden.
Georgina Reifinger (8B)

Vor dem Kolosseum

Am Forum Romanum

Am Petersplatz

Im Garten von Sant' Anselmo

Vor den Thermen der Villa Hadriana



Sophia, Valentina und Simon vorm Petersdom