23. September 2022

Erntedank feiern

Es gibt Augenblicke, in denen unser Herz voll ist von Dankbarkeit. Impuls von P. Josef zum Erntedankfest.

Es gibt Augenblicke, in denen unser Herz voll ist von Dankbarkeit: Meist lässt dann der Alltag diese Dankbarkeit bald wieder in den Hintergrund treten. Darum ist es ganz gut, wenn wir hier immer wieder zusammenkommen, um gemeinsam Gott Dank zu sagen: für dieses und jenes, für das wir persönlich zu danken haben, aber auch für das, was unser Leben trägt: Gottes Liebe, sichtbar und greifbar geworden in seinem Sohn Jesus. Denn all das Glück, das uns geschenkt ist, ist auch ein Hinweis auf ihn, von dem alles Gute kommt.
Unsere Erntedank-Feiern sollen darum ein einziges großes „Gott sei Dank“ sein für alles, was er an uns Gutes tut.

So ist denn Erntedank in erster Linie ein Fest des Erinnerns: des Innehaltens, des Nach-Denkens und Wertschätzens, vor allem aber des Dankens (was sich etymologisch von Denken herleitet): sich dessen bewusst machen, dass Wachstum und Fruchtbarkeit im Letzten nicht machbar sind, so sehr man sich auch darum bemühen soll. Daher war es nicht nur im alten Orient eine heilige Pflicht, Gott als dem Geber allen menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens die „Erstlingsgabe“ von allem Lebenden zu opfern: den ersten Ertrag von Getreide, Öl und Wein (vgl. Ex 23,19; Dtn 18,12).

Gebet

Wir sagen Dank,
dass wir nehmen und geben,
dass wir da sind und feiern,
dass wir staunen ob der Schönheit,
dass wir froh sind trotz der Ängste.
Du, Gott, bist mitten in unserem Leben.
In Jesus von Nazaret,
dem gesalbten Menschensohn,
der säte, damit wir ernten,
der selbst zum Samenkorn wurde,
der sich an uns verschenkt als Brot:
In ihm ist dein Name geheiligt,
großer und schenkender Gott,
jetzt und auf ewig. Amen.

 

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